Häufig gestellte Fragen

Wie schnell könnt ihr liefern?

Welche Kamera würdet Ihr empfehlen?

Wie sollte ich meine Kamera einstellen, um gute Ergebnisse zu erzielen?

Themengebiet Olympus-Gehäuse

Wie kritisch ist eigentlich die max. Tiefe von 30m bzw. 40m zu sehen?

Wie müssen die O-Ringe gepflegt werden?

Ist ein Makrovorsatz empfehlenswert?

Themengebiet Blitzleuchten

Wie funktionieren eigentlich die externen Blitze, an den Gehäusen ist doch kein Anschluss?

Wie sollten externer Blitz und Kamera eingestellt werden, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen?

Alle meine Bilder sind überbelichtet und niemand weiß Rat

Mein alter Sea&Sea-Blitz löst zwar aus, das Bild ist aber unterbelichtet!

Kann ich meinen Blitz weiterverwenden?

 

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Wie schnell könnt ihr liefern?

Viele Unterwassergehäuse, Blitze und diverses Zubehör sind Lagerware! Die Lieferzeit ist also 2-3 Werktage (Postpaketlaufzeit). Es kam jedoch in Einzelfällen zu Verzögerungen, weil z.B. Teile in Japan selbst nicht lieferbar waren oder eine unerwartete Nachfragespitze auftrat. Normalerweise teilen wir Verzögerungen direkt bei der Bestätigung der Bestellung mit. Und falls wir selbst auch einmal abgetaucht sind, veröffentlichen wir dies auf der Homepage!

Welche Kamera würdet Ihr empfehlen?

Weil die Antwort auf diese Frage schnell ins Philosophische abgleitet, möchten wir hier keine wirkliche Empfehlung abgeben! Um Kriterien zur Auswahl zu finden, sollte man sich zuerst überlegen, was mit der Kamera angestellt, bzw. erreicht werden soll. Will man nur knipsen? Soll alles möglichst klein sein? Will man die bestmögliche Qualität zu einem Niedrigpreis oder ist der Preis Nebensache und sollten die technischen Features überwiegen?

Zoom oder nicht-Zoom, ist vielleicht eine Frage sowie Makro- oder nicht! Die für den gedachten Einsatzzweck wichtigen Eigenschaften der Kameras lassen sich recht gut am Thema Beleuchtung/Blitz festmachen! Siehe hierzu Wie sollte ich meine Kamera einstellen, um gute Ergebnisse zu erzielen?

Empfehlung: Wenn die Kamera ein Begleiter beim "echten" Tauchen sein soll, wenn also ein (externer) Blitz eingesetzt werden soll, ist eine manuelle Belichtungseinstellung (Zeit und Blende) unverzichtbar, eine Funktion zur Belichtungskorrektur z:b. +/- 2 Blenden, wie sie von den einfacheren Kameras angeboten wird, reicht dann nicht!

Einen guten Überblick über Digicams kann man sich dann hier verschaffen: digitalkamera.de: Kameraauswahl

Wie sollte ich meine Kamera einstellen, um gute Ergebnisse zu erzielen?

Die Automatiken der Kameras ermöglichen problemlose Fotos - auch Unterwasser, einige Voreinstellungen sind jedoch zu empfehlen, die den Umgang noch erleichtern. Die bevorzugten Einstellungen lassen sich je nach Kameratyp sogar abspeichern, so ist gewährleistet, dass die Kamera Unterwasser schnell einsatzbereit ist und auch nichts vergessen wird. Als hilfreich haben sich folgende Voreinstellungen herausgestellt:

  1. Kameradisplay: ein
  2. Brennweite: mittlere Einstellung
  3. Makro: ein ( wenn bevorzugt Nahaufnahmen gemacht werden)
  4. Spotmessung: ein
  5. bei Einsatz eines externen Blitzes, Weißabgleich: Blitz bzw. Sonne
    Zum Thema Blitz, Beleuchtung, Blende und Empfindlichkeit siehe weiter unten!

Wie kritisch ist eigentlich die max. Tiefe von 30m oder 40m zu sehen?

In diversen Internet-Foren kann man lesen, dass viele Taucher mit den Gehäusen schon tiefer waren, ohne dass Schäden entstanden wären; sogar die Bedienung soll noch möglich gewesen sein. Wir selbst hatten ein PT-010 ohne Probleme bis in 35m. Bei Gehäusen mit einem durch zunehmendem Druck weiter zusammengepressten O-Ring (viele Olympus-Gehäuse) ist Undichtigkeit wohl zunächst das geringere Problem, vielmehr werden durch den höheren Druck bald alle Tasten auf einmal "gedrückt" und die Bedienung somit unmöglich. Bei Gehäusen mit seitlich hinein gleitendem O-Ring (viele Gehäuse von Canon) ist ein größerer Druck wahrscheinlich kritischer.

Die angegebene Grenze der Hersteller wird allerdings ihren Grund haben, wobei es auf ein paar Meter sicher nicht ankommt. Wir raten, diese Grenze nicht zu überschreiten!

Wie müssen die O-Ringe gepflegt werden?

Die Hersteller empfehlen, die O-Ringe (und die Nut) nach jedem Öffnen des Gehäuses zu reinigen und neu zu fetten. Beim Einsatz im Salzwasser wird man feststellen, dass Salzkristalle und ggf. auch Sandstaub in den schmalen Spalten zurückbleiben und wir empfehlen daher peinlichste Reinhaltung, sicher ist sicher! (Eine Beschreibung hierfür wird zu den Gehäusen mitgeliefert.)

Ist ein Makrovorsatz empfehlenswert?

Wenn man bevorzugt Nahaufnahmen machen möchte, ist ein Makrovorsatz (-konverter) zu empfehlen. Ein minimaler (scheinbarer Unterwasser-) Abstand von z.B. 20cm, wie er von vielen Kameras geboten wird, ist zwar schon nicht schlecht, man wird jedoch feststellen, dass die Unterwasser-Nahaufnahmen in der Qualität manchmal zu wünschen übrig lassen. Dies rührt daher, dass die plane Frontscheibe des Gehäuses im Wasser insbesondere bei Weitwinkeleinstellung zu optischen Verzerrungen führt. Hier schaffen die speziell adaptierten Makrovorsätze Abhilfe.

Wie funktionieren eigentlich die externen Blitze, an den Gehäusen ist doch kein Anschluss?

Die externen (Sklaven-)Blitze reagieren auf den integrierten Blitz der Kamera. An den externen Blitzen ist ein Lichtsensor eingebaut, der "Sichtkontakt" mit dem Kamerablitz haben muss. Wenn nun der Kamerablitz aufleuchtet, löst auch der Sklavenblitz innerhalb weniger Nanosekunden aus und sorgt somit für größere Helligkeit. Einfache Sklavenblitze entladen, je nach gewählter Leitzahleinstellung, ihre gesamte Energie "ungebremst", hochwertigere können auch mit Verlöschen des Kamerablitzes ebenfalls stoppen. Dann kann die Kamera (Trough The Lens) die Belichtung der Aufnahme automatisch steuern, bekannt als TTL-Technik.

Ich habe mir im Tauchshop einen SEA&SEA YS-27-Automatik-Blitz für meine Canon Ixus besorgt - alle meine Bilder sind jedoch überbelichtet und niemand weiß Rat. Was mache ich falsch?

Sie sind schlecht beraten worden! Automatikblitze funktionieren nur an Kameras, bei denen die Blende manuell auf einen festen Wert, z.B. 4 eingestellt werden kann! Bei allen einfacheren Kameras, z.B. die Ixus-Serien und viele der "Canon-Powershots", den Olympus "mju" und "FE" und vielen Casios kann die Blende nicht manuell auf einen Wert voreingestellt werden, es gibt lediglich eine Belichtungskorrektur. Da die Kamera den externen Blitz nicht in der Belichtungsfindung berücksichtigt, weil der ja während der Vorblitze dunkel bleibt, wird das Bild regelmäßig zu hell - da hilft auch keine Blendenkorrektur. An einfacheren Kameras funktionieren nur die Blitze mit optischer TTL-Steuerung, wie z.B. der INON D-2000 oder bei einigen Kameras der SEA&SEA YS-110.

Wie sollten externer Blitz und Kamera eingestellt werden, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen?

Beim Zusammenspiel der verschiedenen Belichtungsparameter (Blende, Zeit und TTL-Blitzsteuerung) gibt es manchmal Überraschungen. Wenn die Zusammenhänge und Abhängigkeiten allerdings bekannt sind, führt eine sinnvolle Voreinstellung zu optimalen Ergebnissen.

  1. Schon ab einer Tiefe von 3m treten Farbveränderungen auf, die durch Zuschaltung eines Blitzes kompensiert werden können. Blitzen dient also nicht in jedem Fall zur Aufhellung von zu dunklen Motiven! Wenn daher der interne Blitz bei eigentlich ausreichender Helligkeit zugeschaltet wird, belässt die TTL-Automatik diesen natürlich auf "Sparflamme", - eigentlich wäre er ja nicht nötig. Dies ist bei Nahaufnahmen nicht weiter störend, im Nahfeld reicht das zusätzliche Licht in der Regel aus, die Farben zu verbessern. Möglichst "wenig" interner Blitz ist sogar besser, denn dann stören die Schwebeteilchen nicht zu sehr.
  2. Wenn das Licht knapp wird, verändert die Belichtungsautomatik, je nach gewähltem Programm, Zeit, Blende sowie Empfindlichkeit und es wird ggf. der interne Blitz aktiviert. Nun wird es kritisch, denn nicht alle Einstellungen sind optimal. Eine kleine Blende ist vielleicht noch akzeptabel, es wird lediglich die Tiefenschärfe verringert. Eine Verlängerung der Belichtungszeit auf mehr als 1/60s ist jedoch schon kritisch, denn selbst wenn der Blitz hinzugenommen wird, kann es durch das Umgebungslicht zu verwackelten Aufnahmen kommen! (Ich schaffe beim Tauchen keine wackelfreien Bilder mit 1/30s). Die Erhöhung der Empfindlichkeit führt zu grobkörnigen Aufnahmen. Hier stoßen wir also an die Grenzen der Programmautomatik!
  3. Bei sehr klarem Wasser kann der interne Blitz in der Einstellung 1/60, ISO 100 und Blendenautomatik ausreichende Ergebnisse liefern.

Bei einem externen Blitz mit größtmöglichem Abstand zur Objektivachse wäre die Aufhellung der Schwebeteilchen sicherlich am geringsten, jedoch sind nun andere Effekte zu berücksichtigen.

  1. Unter Einsatz der "nicht doppelblitzfähigen Geräte" Epoque ES-150DS, SEA&SEA YS-17DX, YS-27, YS-90DX muss die Belichtung komplett manuell eingestellt werden, hier ist z.B. 1/250s - 1/60s Belichtungszeit angebracht, je nachdem, wie viel Umgebungslicht noch eingefangen werden soll (der Blitz ist nur 1000stel Sekunden lang, die Belichtungszeit beeinflusst also nur den Umgebungslichtanteil). Mittels Blende und Leitzahl (am Blitzgerät) kann nun die optimale Belichtung anhand von Probeaufnahmen ermittelt werden. Die "Empfindlichkeit" sollte fest auf ISO 100 eingestellt werden.
  2. Anders jedoch beim TTL-fähigen externen Blitzen, z.B. Inon D-2000. Für optimale Ergebnisse sollte, wenn möglich, Belichtungszeit und Empfindlichkeit manuell ebenfalls auf 1/250 - 1/60s bzw. ISO 100 fest eingestellt werden, die Blende kann dann je nach Umgebungslicht und gewünschtem Effekt  (Tiefenschärfe) zwischen 1,8 und 11 variiert werden, die TTL-Automatik findet nun immer die richtige Belichtung. Nur auf diese Weise, nämlich durch Änderung der Blendenöffnung, lässt sich also die Intensität des zusätzlichen TTL-Blitzes variieren!
  3. Bei Einsatz eines externen Blitzes sollte der Weißabgleich auf "Sonne" bzw. "Blitz" eingestellt werden.

Damit die Schwebeteilchen nicht trotzdem vom internen Blitz angeleuchtet werden, sollte dieser sinniger Weise nach vorne hin abgedeckt werden.

Bei den durchsichtigen Gehäusen kann dies sehr gut mit einem kleinen Stückchen gefalteter Alufolie geschehen. Die Alufolie lässt sich sehr praktisch mit einem kleinen Klebestick im Gehäuseinneren vor dem internen Blitz fixieren. Der Blitz wird durch den Umlenkspiegel nach oben umgeleitet. Hierdurch bleiben die Schwebeteilchen dunkel und der Sklavenblitz wird sicher gezündet. Umlenkspiegel aus Alufolie

Mein alter Sea&Sea-Blitz löst zwar aus, das Bild ist aber unterbelichtet! Kann ich meinen Blitz weiterverwenden?

Bei vielen Digitalkameras, so z.B. bei allen von Olympus oder Canon, nicht jedoch z.B. bei den Sonys, werden für die Aufnahme von der Kamera zwei Blitze unmittelbar hintereinander abgefeuert, der erste zum Belichtungmessen und Weißabgleich, der zweite für die eigentliche Aufnahme. Herkömmliche Sklavenblitze reagieren leider schon beim ersten Blitz... Es lassen sich daher bei vielen Digicams nur die neuen "Digitalblitze" einsetzen.

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